Susanne Spahn, Die Außenpolitik Russlands gegenüber der Ukraine und Weißrussland von 1991 bis 1998


Susanne Spahn, Die Außenpolitik Russlands gegenüber der Ukraine und Weißrussland von 1991 bis 1998

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Der Zerfall der Sowjetunion ließ die Ukraine und Weißrußland als unabhängige, souveräne Staaten in der Nachbarschaft Rußlands entstehen. Die beiden Republiken nehmen aus russischer Sicht eine Sonderstellung unter den Nachfolgestaaten der Sowjetunion ein. Den ,,slawischen Bruderländem" war Rußland im Lauf seiner Geschichte sprachlich und religiös eng verbunden. Jahrhundertelang waren die Ostslawen in der Kiewer Rus' und in dem Vielvölkerimperium des Russischen Reiches in einem Staat vereint. Zu Sowjetzeiten bildeten die drei slawischen Republiken als sowjetische Kernländerd en inneren Herrschaftsbereichd es sozialistischenl mpenums. Das russische Nationalbewußtsein war primär auf das Imperium bezogen und erkannte die Eigenständigkeit der Ukrainer und Weißrussen nicht an. Die Unabhangigkeit der Ukaine und Weißrußlands bedeutet somit eine doppelte Herausforderung für das russische Nationalbewußtsein: Es ist nicht nur mit dem Verlust des lmperiums konfrontiert. sondern auch mit dem Nationalismus der beiden ostslawischen Völker, deren Geschichte die sowjetische Historiographie auf die ,,Wiedervereinigung" mit den Russen reduziert hatte. Die (formale) Etablierung zwischenstaatlicher Beziehungen bedeutete den Abschied vom Zusammenleben im zentralisierten sowjetischen Einheitsstaat.

ISBN 393333716X, kartoniert, 14,8 x 20,5 cm, 266 Seiten

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