Tamás Bécsy, Ritus und Drama


Tamás Bécsy, Ritus und Drama

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In seinem Buch Ritus und Drama beschäftigt sich Tamás Bécsy mit der Frage nach der Entstehung der griechischen Tragödie. Bekanntlich haben die Altphilologen diese Frage in erster Linie in ihrem historischen Zusammenhang zu klären versucht. Ausgehend von geschichtlichen und kulturgeschichtlichen Quellen und von Kenntnissen über Religion und Kultus stellten sie mehrere Theorien auf (s. z. B. die Arbeiten von W. Ridgeway, G. Murray, A. Dieterich, A. B. Cook u. a.). Das war berechtigt, weil ziemlich wenig zuverlässige Quellen über die Entstehung der Tragödie erhalten sind.
Der ungarische Autor nähert sich dem Themenkreis vornehmlich mit Hilfe der Dramentheorie. Außer den von den klassischen Philologen gesammelten Materialien und ausgearbeiteten Theorien verwendet er Begriffsdeutungen, die sich für ihn aus der Gegenüberstellung der von G. Else ausgearbeiteten Kommentare zur Poetik des Aristoteles und dessen Metaphysik ergeben haben. Er analysiert die Dramen von Aischylos und Sophokles anhand dieser sowie hauptsächlich anhand eigener Begriffe, die er im Zusammenhang mit einer neuartigen, in mehreren Schriften ausgearbeiteten Dramentheorie entwickelt hat. Untersucht wird auch die Frage der Entstehung aus dem Dionysos-Mythos.
Ritus und Drama unterscheidet sich von den bisherigen analytischen Arbeiten zu diesem Thema durch eine andere Methode: es zieht durch eine analytische Untersuchung der erhaltenen Dramen Rückschlüsse auf den Ursprung der griechischen Tragödie und stellt zugleich eine neue mögliche Theorie über diesen Ursprung auf.
(Studien zur Literaturwissenschaft, Bd. 1)

ISBN 3933337267, kartoniert, 14,8x20,5 cm, 153 Seiten

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