Horst Nägele, Lebenslanges Suchen


Horst Nägele, Lebenslanges Suchen

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Zwischen Europa 1912 und immer wieder Afrika

Amanda, 1892 in Hamburg geboren, reist 1912 mit der »Admiral« in die damalige deutsche Kolonie Deutsch-Südwestafrika (das heutige Namibia). Dort lernt sie auf einer Farm das Leben in seiner ganzen Härte kennen. Nach einigen Jahren geht sie auf andere Farmen und wird schließlich Wirtschafterin auf der Farm Omantumba, wo sie den verwitweten Farmer, Winfried von Bergen, nach einiger Zeit heiratet. 1923 macht ein Heuschreckenschwarm der Farm ein Ende.

Winfried findet Arbeit als Aufseher bei der Consolidated Diamond Mines in Pomona. Er bekommt da auch eine Verheiratetenwohnung. Nach einem Jahr können Amanda und Winfried den Store in Elisabethbucht und etwas später den in Oranjemund übernehmen - in finanzieller Hinsicht sind das ihre besten Jahre. Im Zuge von Einschränkungen werden sie 1933 auf unbezahlten Urlaub geschickt.

Sie wollen sich in der Südafrikanischen Union niederlassen, finden aber nichts Geeignetes. Da reisen sie von Durban mit der »Wangoni« um die Ostküste Afrikas nach Hamburg und nach Kiel zurück und begeben sich von dort nach Berlin. Von ihrem Plan, in der Gegend von Garmisch ein Grundstück mit Haus zu erwerben, kommen sie schnell ab angesichts ihrer britischen Pässe als Folge davon, dass die vormals deutsche Kolonie Südwestafrika mit dem Ausgang des Ersten Weltkriegs unter das Mandat der zum britischem Dominion gehörenden Südafrikanischen Union gekommen ist und an alle Deutschen in dem betroffenen Gebiet ein Aufruf erging, sich zu Südafrikanern naturalisieren zu lassen.

Also verlassen sie das Deutsche Reich von 1933 nach genau einem Jahr, reisen zunächst nach Prag und begeben sich von da nach Österreich, wo sie sich in Igls bei Innsbruck ein Haus bauen. Mit dem Anschluss Österreichs an das neue Deutsche Reich im Jahre 1938 wird die Lage für sie schwierig, und 1939, bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs begeben sie sich notgedrungen in die Schweiz und von da über Südfrankreich und Spanien nach Lissabon, von wo sie durch einen Trick nach Lourenço Marques in der portugiesischen Kolonie Moçambique gelangen. Dort bleiben sie bis Kriegsende.

Im Herbst 1945 nach Lissabon zurückgekehrt werden sie wegen ihrer britischen Pässe nach Großbritannien abgeschoben. Erst im Winter 1947/48 erlangt Amanda von der französischen Besatzungsmacht die Einreiseerlaubnis in die französische Besatzungszone Österreichs. Ihr Haus in Igls ist von französischen Besatzern belegt. Es ist nicht daran zu denken, dass sie über ihr Anwesen werden verfügen können, auch noch nicht, als die Franzosen das Haus endgültig räumen.

Sie begeben sich schließlich in die ehemalige deutsche Kolonie Südwestafrika, das heutige Namibia, zurück, um dort ihren Lebensabend zu gestalten.

ISBN 9783933337443, Englisch-Broschur, 13x20 cm, 164 Seiten

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