Italien und das
Osmanische Reich
Hrsg. von
Franziska Meier
Italien und das Osmanische Reich im 15. und 16. Jahrhundert
versammelt Beiträge aus so unterschiedlichen Disziplinen wie der italienischen
und lateinischen Philologie, der Arabistik und der Kunstgeschichte, aus den
italienischen und osmanischen Geschichtswissenschaften. Italien steht hier für
eine Vielfalt untereinander verfeindeter Territorialstaaten, die sich auch in
einem heterogenen Spektrum von Verhaltensweisen gegenüber den Osmanen niederschlägt.
Das Osmanische Reich steht dagegen vor allem für den Hof und die Politik der Sultane.
Aus der jahrhundertelangen Beziehung zwischen Italien und dem Orient ragen das
15. und 16. Jahrhundert insofern heraus, als sie nicht nur durch gewaltige
kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Christentum und der hohen Pforte,
von dem zähen Kampf der italienischen Seerepubliken untereinander ebenso wie gegen
die Osmanen um die Vorherrschaft im Mittelmeerraum sowie von den üblichen den
Ungläubigen am Bosporus oder Tiber verteufelnden Pamphleten sowie Aufrufen zum
Kreuzzug gezeichnet waren, sondern zugleich - in Italien mehr noch als in
Istanbul - von einem erstaunlichen Spielraum zeugen, in dem der Andere
neugierig betrachtet werden, man sich diplomatisch auf seine Gebräuche
einlassen, in dem man sich gegenseitig relativ unvoreingenommen wahrnehmen,
wenn nicht sogar voneinander lernen konnte - und das, zumindest dem
italienischen Anspruch nach zu urteilen, von Gleich zu Gleich. Dieses
Ineinander von Ablehnung und Offenheit decken die Beiträge des Bandes aus
unterschiedlichen Perspektiven und in verschiedenen Bereichen auf und lassen
darin neben dem vertrauten Bild des schwarz-weiß Antagonismus eine Palette von
Zwischentönen erkennen.
Inhalt:
Marcell Restle: Die Osmanische Architektur unter Mehmet dem Eroberer
und die italienische Renaissance
Giuseppe Mandalà:
Tra mito e
realtà: L'immagine di Roma nella letteratura araba e turca d'età ottomana (secoli
XV-XVI)
Maria Pia Pedani:
L'Italia,
Venezia e la Porta. Diplomazia e letteratura tra umanesimo e rinascimento
Giovanni Ricci:
Cavalleria e
crociata nella Ferrara del Rinascimento: un piccolo stato davanti a un grande
impero
Carlo Bitossi:
Genova e i
turchi. Note sui rapporti tra genovesi e ottomani fra medioevo ed età moderna
Luca D'Ascia:
L'impero
machiavellico. L'immagine della Turchia nei trattatisti italiani del Cinquecento
e del primo Seicento
Joël Elie Schnapp:
Antichrist e
Antichrists turcs au XVe siècle
Marina Formica:
La Porta e
la Tiara. Immagini e dinamiche identitarie nella cultura italiana del XVI secolo
Rolf Lohse:
L'immagine degli ottomani nelle commedie e
tragedie italiane del Cinquecento Rita Unfer Lukoschik: Reflexe der
Begegnung mit dem Osmanischen Reich in den Novellen der italienischen
Renaissance am Beispiel der Sei Giornate
des Sebastiano Erizzo
Patrizia Farinelli:
Cose turche
nella censura del Decameron a cura di
Salviati
Hans Georg Majer:
Osmanische Wahrnehmungen Italiens
zur Zeit der Renaissance (15. und 16. Jahrhundert).
Eine Skizze
Studia
Turcica Bd. 2
ISBN 9783933337740
Kartoniert, 304 Seiten,
14,8x20,5 cm
29,50 Euro

Ignác Romsics
Kriegsziele
und Friedensordnung in Ostmitteleuropa
Der Pariser
Friedensvertrag von 1947 mit Ungarn
Der
Friedensvertrag von Paris stellte außer einer winzigen Veränderung die Grenzen
von Ungarn vor 1938, die in dem Friedensvertrag von Trianon im Jahr 1920
festgelegt wurden, wieder her. Die Veränderung betraf den
slowakisch-ungarischen Grenzabschnitt gegenüber Preßburg. Ungarn musste hier
drei weitere Dörfer an die Tschechoslowakei abtreten. Die territoriale
Wiederherstellung des Trianoner Friedensvertrags war keine unbedingte
Notwendigkeit. Dass auf der Pariser Friedenskonferenz von 1946 schließlich doch
diese Entscheidung erzielt wurde, spielten mehrere Faktoren dabei eine Rolle.
Die entscheidende Rolle spielten dabei - ähnlich wie in der Situation nach dem
Ersten Weltkrieg - die Siegermächte.
Ihre Entscheidung wurde aber nicht nur von den eigenen Prinzipien und
Interessen, sondern auch von der Rolle Ungarns und seiner Rivalen im Zweiten
Weltkrieg, sowie von ihrer Diplomatie nach dem Zeiten Weltkrieg entscheidend
beeinflusst. In diesem Buch wird versucht, unter Benutzung der zur Verfügung
stehenden ungarischen und ausländischen Fachliteratur, sowie unter Einbeziehung
neuer Quellen, diesen während des Kriegs begonnenen und 1947 abgeschlossenen
Friedensprozess zu rekonstruieren. Dokumentiert werden die
Entscheidungsprozesse der Alliierten und der Nachbarstaaten sowie der
ungarischen Regierungen, die anfänglichen und die modifizierten Kriegsziele sowie
die öfter modifizierten bzw. der Kriegslage angepassten territorialen
Forderungen.
(Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 15)
Kartoniert, 17x24 cm, 272 Seiten, 7 s/w Fotos, 14
Karten und Tafel
ISBN 9783933337696
38,00 Euro
Die "sechziger
Jahre" in Ungarn
Studien
Hrsg. von János M. Rainer
In diesem Sammelband werden
die Außenpolitik Ungarns in den sechziger Jahren, die Wirtschaftspolitik (der
sog. neue ökonomische Mechanismus), ihre Auswirkung auf die Kultur, die
Situation der Gesellschaftswissenschaften und nicht zuletzt die Kirchenpolitik
analysiert.
Inhalt:
János M. Rainer: Die "sechziger Jahre" in Ungarn.
(Politisch-)geschichtliche Konvergenzen
Magdolna Baráth: Ungarn und die Sowjetunion
Csaba Szabó: Ungarn und der Vatikan. Kirchenpolitik in
den sechziger Jahren
Zsuzsanna Varga: Illusionen und Realitäten in der
Geschichte des neuen ökonomischen Mechanismus
Melinda Kalmár: Versuch der Optimierung. Reformmodell
in der Kultur 1965-1973
Gábor Kovács: Revolution, Lebensweise, Macht und
Kultur. Charakteristiken des politischen Denkens in den sechziger Jahren
Éva Standeisky: Zerfall. Die Macht und die kulturelle
Elite.
(Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 14)
Kartoniert, 17x24 cm, 318 Seiten
ISBN 9783933337627
39,50 Euro
Miklós Zelei
Das
entzweigesperrte Dorf
In diesem Interview- und
Dokumentumband wird das Schicksal des Zwillingsdorfs Solonzi-Vel'ké Slemence an
der heutigen slowakisch-ukrainischen Grenze erzählt. Das Dorf wurde 1945 zur
tschechoslowakisch-sowjetischen Grenze. Sie teilte das Dorf in zwei Teile. Im
Buch schildern die Einwohner des Zwillingsdorfs ihr Leben während der letzten
sechs Jahrzehnte: Familien wurden auseinandergerissen, Brüder von Schwestern,
Kinder von Eltern getrennt. Besuche wurden nur in Ausnahmefällen genehmigt,
Schikanen gehörten zum Alltag.
Stalins 1945 im Dorf
errichteter Eiserner Vorhang bestand auch nach dem Zusammenbruch der
Sowjetunion. Die Berliner Mauer konnte im November 1989 endlich abgerissen
werden. Die Sowjetunion ist inzwischen Geschichte und die Tschechoslowakei
existiert auch nicht mehr. Das Zwillingsdorf wird aber noch heute durch eine
Grenze getrennt: Durch den Goldenen Vorhang der EU.
13x20 cm, Englisch Broschur, 380 Seiten,
32 s/w Fotos, 2 Karten
ISBN 978-3-933337-58-0
33,00 Euro
Marc Stefan Peters
Konstruiert Kompromittiert Musealisiert. Altösterreich und Preußen.
Ein historisch-kulturanthropologischer Vergleich
Seit
dem österreichischen Erbfolgekrieg 1740-1748 wurde das Verhältnis zwischen
Österreich und Preußen zu einem sprichwörtlichen Spannungsfeld. Die Rivalität
zwischen Hohenzollern und Habsburg-Lothringen dominierte nicht nur die
innerdeutschen Diskussionen und Auseinandersetzungen, sondern hatte auch
Auswirkungen für den ganzen umliegenden mitteleuropäischen Raum. Der junge
Deutsche in Österreich und Ungarn ausgebildete Historiker Marc Stefan Peters
versucht mit der vorliegenden Studie die beiden Rivalen zu vergleichen, wobei
er einige neue überraschende Erkenntnisse darstellen kann. Seine Betrachtungen
spannen sich von der Frage, in wie weit es zentrifugale und zentripetale Kräfte
gab und in wie weit vor allem die "Nachgeschichte" für ein Verschwimmen von
Wirklichkeit und Mythos gesorgt hat. Im Anhang finden sich kommentierte
Primärquellen zum besseren Verständnis des Themas, sowie eine Analyse des
Österreichisch-Ungarischen Dualismus im Vergleich zum Preußisch-Deutschen
Dualismus.
(Mitteleuropäische
Studien 3)
13x29 cm, Englisch Broschur, 130
Seiten, 5 farbige Tafeln
ISBN 978-3-933337-68-9
17,50 Euro
Henriett Kovács
Die Friedensbewegung in Österreich-Ungarn an der Wende zum 20.
Jahrhundert
Mit der Haager
Landkriegsordnung entstand Anfang des 20. Jahrhunderts erstmals eine allgemein
gültige Richtlinie über Art und Weise der Kriegsführung. Schon Jahre zuvor
bildete sich auf dem Territorium der Habsburgmonarchie eine Gruppe, die es sich
zum Ziel gemacht hatte den Krieg als solches zu bekämpfen, ihn nach Möglichkeit
durch diplomatische Verhandlungen unnötig zu machen. In der österreichischen
Reichshälfte ist diese Friedensbewegung untrennbar mit der Baronin Bertha von
Suttner, Sekretärin und Vertraute des schwedischen Multimillionärs Alfred Nobel
und Trägerin des Friedensnobelpreises 1905, verbunden.
Obwohl das Leben
Bertha von Suttners in einigen Biographien mittlerweile einigermaßen gut
dokumentiert ist, so blieb bislang eine Komponente weitgehend ausgespart,
nämlich das Zusammenwirken der österreichischen Friedensbewegung mit ihrer
ungarischen Schwesternorganisation, in der Mór Jókai eine ähnliche Position
einnahm wie von Suttner in Österreich. Das vorliegende Buch versucht
erfolgreich diese Forschungslücke zu schließen. Die Autorin Henriett Kovács,
eine junge Budapester Historikerin, hat für die vorgelegte Arbeit umfangreiche
Quellenstudien unternommen, so in der ungarischen Széchényi Landesbibliothek in
Budapest und der UNO-Bibliothek in Genf und zahlreiche Zeitungen wie "Die
Friedenswarte" und die "Neue Freie Presse" systematisch ausgewertet.
(Mitteleuropäische Studien 2)
13x20 cm, Englisch Broschur, 164
Seiten,
ISBN 978-3-933337-67-2
18,00 Euro
Márta
Font
Im
Spannungsfeld der christlichen Großmächte
Mittel- und Osteuropa im 10.-12.
Jahrhundert
Europa wurde im Mittelalter mit der
christlichen Welt (Orbis Christianus) identifiziert. Auch Byzanz war ein Teil
davon. Die weltliche Macht wurde durch die Person des Kaisers verkörpert. Die
"Verdoppelung" seiner Person zurzeit Karls des Großen und der Ottonen führte zu
nicht wenigen Konflikten. Mit dieser Realität mussten die neuen Machtzentren,
die sich im 10. Jahrhundert inmitten Europas formierten, rechnen: Mit der
Nachbarschaft sowie mit den Herrschafts- und Missionsbestrebungen sowohl
seitens des Deutsch-Römischen Kaiserreiches als auch seitens von Byzanz.
Die Missionierungstätigkeiten, die um
die erste Jahrtausendwende von den beiden Kaiserreichen ausgingen, erweiterten
die Grenzen der christlichen Welt. Dazu gehörten damals nicht nur Mittel-
(Ostmittel-)Europa, sondern auch das Gebiet, das heute Osteuropa genannt wird.
Die Autorin analysiert, welchen Spielraum die vier neuen Machtzentren bzw. die
dort an die Macht gekommenen Dynastien (Premysliden, Piasten, Árpáden und
Rurikiden) im Spannungsfeld der beiden christlichen Großmächte hatten.
Márta Font stellt die Entstehung der
Machtzentren, die christliche Missionierungstätigkeit, die Ergebnisse der Kirchenorganisation,
die entstandene Verwaltungsstruktur, die Differenzierung der Gesellschaft sowie
die Kraftquellen der Wirtschaft unter Verwendung des gesamten, in der Region
entstandenen Quellenmaterials dar. Die wichtigste Schlussfolgerung der Analyse ist,
dass die Anwendung des Begriffs "mitteleuropäisches Modell", die in den
späteren Epochen Anwendung fand, für das 10.-12. Jahrhundert unbegründet ist,
weil die neuen Machtzentren - die Wurzeln der späteren Staaten - neben
Ähnlichkeiten auch zahlreiche Unterschiede aufwiesen.
Studien zur Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas, Bd. 9
17x24 cm, kartoniert,
390 Seiten, 15 farbige Abbildungen
ISBN 978-3-933337-47-4
59,50 Euro
Walter Daugsch
Internationalismus
und Organisation Studien
zur Entstehung und Entwicklung der serbischen Sozialdemokratie
Als
1903 die Srpska socijaldemokratska stranka gegründet wurde, blickte die
sozialdemokratische Bewegung in Serbien auf eine bis zum Anfang der neunziger
Jahre des 19. Jahrhunderts reichende Entstehungsgeschichte zurück. Herausbildung
und Durchsetzung einer zeitgenössischen sozialdemokratischen Organisation
erfolgten unter den spezifisch serbischen Rahmenbedingungen von politischer
Unterdrückung, von "economic backwardness" und "auffholender Entwicklung"
einerseits, unter Orientierung an ausländischen Vorbildern andererseits. Die
sich stetig herausbildende problematische Ausrichtung an der SPD als stärkster
Partei der II. Internationale wurde nicht nur für Ideologie und Programm
prägend, sondern hatte ihre Funktion für die innenpolitische Auseinandersetzung
mit konkurrierenden politischen Kräften. Von konstitutiver Bedeutung für die
Organisationstätigkeit waren von Beginn an neben der Mitarbeit an den
Institutionen der Internationale informelle internationale Kontakte von
Protagonisten der serbischen Arbeiterbewegung, wobei die bisher kaum beachtete
Aktivität südslawischer Arbeitervereine im Ausland eine eigene problematische
Rolle spielte. Die faktisch 1914 untergegangene SSDP entwickelte sich zu einer
sozialdemokratischen Organisation ihrer Zeit, die sich während ihrer gesamten
Existenz gegen anarchistische und syndikalistische Tendenzen behaupten musste, die
als Alternativen zum Marxismus unter den Serben z.T. alte Traditionen
aufwiesen.
(Studien
zur Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas, Bd. 8)
280 Seiten,
kartoniert, 17x24 cm
ISBN
978-3-933337-63-4
39,50 Euro
Gyula Kristó
Nichtungarische Völker im mittelalterlichen Ungarn
Die grundlegende Zielsetzung dieses Buches ist, die
Geschichte der nichtungarischen Völker im mittelalterlichen Ungarn anhand drei
Gesichtspunkte darzustellen; der siedlungsgeschichtliche Aspekt ist dabei
bestimmend. Im Mittelpunkt des Buches steht die Darstellung, wo sich diese
Völker innerhalb des Karpatenbeckens niederließen. Zwei weitere Fragen sind die
Gesellschaft bzw. die Verwaltung dieser Völker. Alle drei Gesichtspunkte
helfen, die Stellung dieser Völker in Ungarn zu definieren. In diesem Buch werden
die Königinnen und die fremden Mitglieder der ungarischen Elite nicht
behandelt. Sie sonderten sich nämlich - fast ausnahmslos - nicht aus den hier
ansässigen fremden Elementen ihrer eigenen Ethnie ab. Sie repräsentieren nicht
die Karrieren, die die deutschen, italienischen oder polnischen Volksgruppen
durchliefen. Das Buch umfasst die
Siedlungsgeschichte der Slawen, Deutschen, Wallonen, Italiener, Juden, Rumänen,
Kumanen, Petschenegen, Jazygen und der Zigeuner.
Studien
zur Geschichte Ungarns, Bd. 13.
ISBN 978-3-933337-61-5 13x20 cm, Englisch Broschur, 296 Seiten, 29,50 Euro
Joachim Losehand Symphonie der Mächte Kirche und Staat in Rußland (1689-1917)
Das Verhältnis von Staat und Kirche hat in der Orthodoxie einen anderen Weg eingeschlagen als im lateinischen Westen. Eine angestrebte Harmonie der weltlichen wie der geistlichen Macht ist im "aufgeklärten Absolutismus" des russischen Kaiserreichs nie verwirklicht worden, die Kirche ist keine vom Staat unabhängige Institution, sondern Teil der staatlichen Bürokratie.
Der Autor: Joachim Losehand (*1969), M.A., Dr. phil., Studium Alte Geschichte, Kath. Theologie, Klass. Archäologie und Philosophie in München, Tübingen und Wien; Mitglied der Arbeitsstelle "Antike Religion und Alte Geschichte" an der Carl-Ossietzky-Universität Oldenburg und Leiter der Arbeitsstelle Toleranzforschung in Stuttgart.
Studien zur Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas, Bd. 7
ISBN 978-3-933337-57-3 14,8x20,5 cm, kartoniert, 122 Seiten 18,00 Euro
Gender,
Memory and Judaism
Hrsg. von Judit Gazsi, Andrea Petö und Zsuzsanna
Toronyi
The
essays of this collection were born from the conference "Diversities - Bet
Debora in Budapest.
4th Conference of the European Jewish Women, Activists, Academics,
and Rabbis at the Central European University,
Budapest. The
authors are academics and activists from Israel,
US, Hungary, Belgium, Germany,
Switzerland, France are giving
an overview of how European Jewish woman are negotiating everyday practices in
a historical perspective between religion and modernity, orthodoxy and
employment, political engagement and religious laws. The book is offering an
analyses of the factors shaping the gendered remembering of Ms. Meller, Fanny von Arnstein, Hilde Spiel, Edit Jelena Kon, Manya
Wilbushewitz Shohat, Johanna Bischitz, Ilka Ged and the first generation of
Hungarian feminists and female psychoanalysts.
The book is an
essential reading for academics and students of Jewish Studies, History, Gender
Studies.
Table
of Contents: Shalvi, Alice
Remembering the
Past, living the present, planning the future, Daemmig, Lara
Bet Debora:
Voluntary Work and Jewish Renewal. Observations on the Situation in Germany, Petö, Andrea
Esther and her
Bag, Jonas-Märtin,
Esther
The Meaning of
Israel in Yiddish Poetry, Rhein, Valérie
Does Halakhah
Allow Women to Read from the Torah and to Be Called to the Torah?, Longman, Chia
Life stories of
the personal, professional and political: Orthodox Jewish women negotiating
work and home, Lappin, Eleonore
Fanny
von Arnstein and her biographer Hilde Spiel, Jankov, Edita
Jelena Kon, Petö, Andrea
An untold story
about the Feminist Association, Reinharz,
Shulamit
Finding our/my
History: The Case of Manya Wilbushewitz Shohat, Richers, Julia
Johanna
Bischitz, Katalin Ger and Budapest's Jewish Women's Association (1866-1943), Hajdu, István
The Work of Ilka Ged (1921-1985), Juhász, Borbála
The Female Workshop of Progression - Attempt
at a Collective Biography, Borgos, Anna
"You're the exception" The first Jewish women psychoanalysts,
Konrád, Miklós
Jewish Woman as
an Allegory. The portrayal of Jewish women in Hungarian literature at the turn of
the century.
Studien zur Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas, Bd. 6
Paperback, 13x20 cm, 258
pages, 36 photos ISBN 978-3-933337-55-9 25,00 Euro
Eino Karhu
Nation Building
in Finnland und Ingermanland
Essay und
Autobiographie
Eino Karhu wurde 1924 in Ingermanland
geboren - einer Gegend in der Nähe von Sankt Petersburg, in der bis in die 30er
Jahre neben kleineren finno-ugrischen Völkern und Russen auch eine größere
Gruppe protestantischer Finnen lebte, der der Autor angehört. Eino Karhu ist
Literaturwissenschaftler und hat zahlreiche Arbeiten zur finnischen und
finnlandschwedischen Literatur veröffentlicht. 1999 erschien in
Petrozavodsk/Karelien gemeinsam mit anderen Arbeiten des Autors seine
Autobiographie, in der seine Kindheit in einem finnischsprachigen Dorf, die
Jahre der Verbannung und die Zeit des 2. Weltkriegs, die er größtenteils in
einem Baubataillon verbringen musste, beschrieben werden. Die Autobiographie
ist aber nicht nur die plastische Beschreibung eines ereignisreichen und
tragischen Schicksals, sondern auch eine Kulturgeschichte der
finnischsprachigen Ingermanländer. Dabei geht es besonders um den Versuch
dieser Volksgruppe, eine Nation zu werden; das Scheitern dieser Bemühungen wird
nicht nur durch Gewaltanwendung von außen, sondern vor allem auch durch
Entwicklungen innerhalb der Gruppe der finnischen Ingermanländer zu erklären
versucht.
Diesem gescheiterten nation building
wird durch den Aufsatz "Der Weg Finnlands zur Unabhängigkeit" das
Beispiel eines geglückten nation buildings gegenübergestellt. Dabei geht es
auch um Politik, vor allem aber um kulturelle Fragen, wie die Bemühungen, eine
finnischsprachige Volksbildung und Literatur zu etablieren, den Sprachenstreit
zwischen Fennomanen und Svekomanen und die Auseinandersetzungen zwischen
finnischen und russischen Historikern an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.
Diese Geschichte hat viele Parallelen zu
der Ingermanlands, es gibt aber auch viele Unterschiede. Die vorliegende Arbeit
ist die erste deutschsprachige Veröffentlichung zur Geschichte der
Ingermanländer, deren Schicksal in Deutschland so gut wie unbekannt ist.
Aus dem Inhalt: Der Weg Finnlands zur Unabhängigkeit, Der
Streit um die "Finnische Frage" um die Jahrhundertwende, Die Reformen der
1860er Jahre und das wachsende finnische Selbstbewusstsein, Abschied von
Ingermanland
(Studien zur Geschichte Ost- und
Ostmitteleuropas, Bd. 5)
ISBN
978-3-933337-49-8
Kartoniert,
13x20 cm, Englisch Broschur, 310 Seiten
28,00 Euro
Jochen A. Fühner Kaiser Maximilian I. und die Juden in den österreichischen Erblanden
Jochen Fühner setzt sich in dieser Studie mit der Ambivalenz der „Judenpolitik“ Maximilian I. auseinander; diese Politik ist wesentlich mitgeprägt von der Begehrlichkeit der Stände, die auf eine Austreibung der jüdische Einwohner zielte. Die historische Folie für dieses Geschehen ist die Vertreibung der Juden 1420/21 aus Österreich im Zuge der Hussitenkriege unter Albrecht V. Gleichsam darauf hinweisend erfolgte die Vertreibung der Juden 1496 aus der Steiermark und Kärnten, die sich aber am Ostrand des Erblande (z.B. Zisterdorf, Eisenstadt) ansiedeln konnten, wo in weiterer Folge jene „Heiligen Gemeinden“ entstanden, die zur Charakteristik der westungarischen jüdischen Geschichte werden sollten und von wo aus im Zuge der Binnenmigration des 19. Jahrhunderts wiederum jüdische Gemeinden in der Steiermark besiedelt werden konnten.
(Mitteleuropäische Studien I. Hrsg. Von Dieter A. Binder, Georg Kastner und Arnold Suppan) ISBN 978-3-933337-46-7 136 Seiten, 13x20 cm, Englisch Broschur, 16,50 Euro
Andrea Petö
Geschlecht, Politik und Stalinismus in Ungarn Eine Biographie von Júlia Rajk
Zwei Namen, zwei Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in der Geschichte Ungarns nach 1945 waren in Ungarn eine lange Zeit vollkommen tabuisiert. Die eine, László Rajk, war Minister der ersten ungarischen Nachkriegsregierung und wurde nach einem Schauprozess 1949 des "Titoismus" verurteilt und hingerichtet. Seine Rehabilitierung und sein öffentliches Begräbnis 1956 wurde zur Ouvertüre de Revolution 1956. Die andere lange tabuisierte Persönlichkeit war Imre Nagy, zur Zeit der Revolution 1956 Ministerpräsident des Landes. Er wurde 1958 zum Tode verurteilt; seine feierliche Umbettung aus einem namenlosen Grab in eine würdevolle Grabstätte dreißig Jahre später markiert den Beginn der politischen Wende in Ungarn. Die "Witwe" Júlia Rajk begriff beide Machtmänner Ungarns nach 1945 – Mátyás Rákosi und János Kádár –, die ihren jeweiligen Opfern kein Grab gegönnt hatten und so die Erinnerung an die Toten ausgelöscht wissen wollten, nicht nur als persönliche Feinde, sondern auch als politische Gegner, die es zu bekämpfen galt – ganz im Sinne Milan Kunderas, der den Widerstand gegen die kommunistischen Regime als "den Kampf des Menschen angesichts der Macht für die Erinnerung und gegen das Vergessen" beschreibt. Man wird in der ungarischen Geschichte des 20.Jahrhunderts kaum eine zweite Person finden, die mit ähnlicher Ausdauer und gleicher Konsequenz gegen die von oben verordnete Politik des Vergessens gekämpft hat wie Júlia Rajk: Ihrem Drang zufolge, musste sie nach der Hinrichtung ihres Mannes dessen Namen vom Epiteton befreien, das ihm die offizielle Geschichtsschreibung der Rákosi-Ära angehängt hatte. Den eigenen Namen und den ihres Sohnes, die jeweils willkürlich "von Amts wegen" verändert worden waren, wortwörtlich wieder zurückgewinnen. Júlia Rajk ist als unbeugsame Streiterin für "die Erinnerung" zu einer der Hauptfiguren des unter dem Kádár-Regime sich entwickelnden zivilen Widerstandes geworden, weshalb ihre Lebensgeschichte auch ein wichtiger Teil der ungarischen Zeitgeschichte ist. (Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 12) 214 Seiten, 17x24 cm, kartoniert, 29,50 Euro ISBN 978-3-933337-43-6
Historische Demographie Ungarns (896-1996) Die hier vorgelegten Studien überblicken eintausend Jahre. Diese Arbeiten zur historischen Demographie Ungarns wurden ursprünglich teils in verschiedenen Fachzeitschriften veröffentlicht, teils entstanden sie aus Vorträgen, die 1996 in Budapest im Központi Statisztikai Hivatal (Zentrales Statistisches Amt) anlässlich des Millecentenariums der ungarischen Landnahme vorgetragen wurden. Die Autoren gehören zu den besten Kennern der historischen Demographie. Inhalt: Gyula Kristó: Die Bevölkerungszahl Ungarns in der Arpadenzeit Pál Engel: Probleme der historischen Demographie Ungarns in der Anjou- und Sigismundszeit András Kubinyi: Die Bevölkerung des Königreichs Ungarn am Ende des 15. Jahrhunderts István Draskóczy: Die demographische Lage des Sachsenlandes zu Beginn des 16. Jahrhunderts Géza Dávid: Die Bevölkerung Ungarns im 16.-17. Jahrhundert Ákos Egyed: Bevölkerung und Gesellschaft des Szeklerlandes zwischen 1750 und 1850 Dezsö Dányi: Die Bevölkerung Ungarns im dritten Drittel des 18. Jahrhunderts József Kovacsics: Die Bevölkerung Ungarns von 1787 bis 1870 András Klinger: Die Bevölkerung Ungarns nach den Volkszählungen (Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 11)
278 Seiten, zahlreiche Tabellen, 17x24cm, kartoniert, 38,00 EuroISBN 978-3-933337-42-9
Zsuzsanna Kőrösi / Adrienne Molnár
Mit einem Geheimnis leben Die Schicksale der Kinder der Verurteilten von 1956
In diesem Buch werden die Ergebnisse einer Forschung dargestellt, die zwischen 1994 und 1998 im Oral History Archivum des Instituts für Geschichte der Ungarischen Revolution 1956 in Budapest durchgeführt wurde. Die Untersuchung hat eine Antwort auf die Frage gesucht, wie sich die Schicksale der Kinder derjenigen entwickelten, die nach der Niederschlagung der Revolution hingerichtet oder zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden, wie die Mitglieder einer Generation aufwuchsen, die wegen der revolutionären Rolle der Eltern eine schwere Erblast trugen. Die Autorinnen erhielten so verwertbare Informationen auch hinsichtlich der Alltagsgeschichte und der Mentalität der ungarischen Gesellschaft durch das Kennenlernen der persönlichen Schicksale und der Erfahrung, die die Interviewpartner in der öffentlichen bzw. privaten Sphäre erfuhren.
Der institutionelle Rahmen der Forschung wurde durch das Oral History Archivum des Instituts für Geschichte der Ungarischen Revolution 1956 ermöglicht. Das Oral History Archivum bewahrt und bearbeitet die Erinnerungen von mehr als tausend Zeitzeugen der ungarischen Geschichte im 20. Jahrhundert. Studien zur Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas, Bd. 4 Kartoniert, 240 Seiten, 24 s/w Abb. ISBN 3-933337-35-6 25,00 Euro
Gyula Kristó und Ferenc Makk Die ersten Könige Ungarns - Die Herrscher der Arpadendynastie
Ungarn kam im Mittelalter über eine beträchtliche Zeit hinweg eine maßgebende Rolle in Europa zu und dürfte als Mittelmacht betrachtet werden. In der Zeit von etwa 850 bis zum Jahre 1301 standen die Mitglieder der Arpadendynastie als Fürsten an der Spitze des Volkes, bzw. als Könige an der Spitze des Landes.
Dieses Buch enthält die Biographien aller 28 Herrscher der Arpadendynastie. Fünf von ihnen herrschten als Fürsten, dreiundzwanzig lenkten die Geschicke ihres Volkes bzw. Landes als Könige. Diese Portraits umfassen fast fünf Jahrhunderte, vom Anfang des 9. Jahrhunderts bis in das erste Jahrzehnt des 14. Jahrhunderts. Die Biographien stellen den Menschen in den Mittelpunkt, und die historischen Epochen werden so im Spiegel der Schicksale der einzelnen Personen vorgestellt.
11,5 x 17,0 cm, kartoniert, 481 Seiten, 1 s/w Karte, 1 Stammbaum ISBN 3-933337-05-4; 17,50 Euro
András Kubinyi König und Volk im spätmittelalterlichen Ungarn - Städteentwicklung, Alltagsleben und Regierung im mittelalterlichen Königreich Ungarn
Dieser Sammelband enthält außer bisher schon in deutscher Sprache veröffentlichten Studien des international bekannten Autors auch neue, bis jetzt nur in ungarischer Sprache erschienene Aufsätze in deutscher Übersetzung.
Inhalt: Die Anfänge des städtischen Handwerks in Ungarn * Der ungarische König und seine Städte im 14. und am Beginn des 15. Jahrhunderts * Zur Frage der Vertretung der Städte im ungarischen Reichstag bis 1526 * Die Zusammensetzung des städtischen Rates im mittelalterlichen Königreich Ungarn * Einige Fragen zur Entwicklung des Städtenetzes Ungarns im 14-15. Jahrhundert * Die Bevölkerung des Königreichs Ungarn am Ende des 15. Jahrhunderts * Alltag und Fest am ungarischen Königshof der Jagiellonen * Über das Alltagsleben im spätmittelalterlichen Ungarn * Die Rolle der Archäologie und der Urkunden bei der Erforschung des Alltagslebens im Spätmittelalter * Bäuerlicher Alltag im spätmittelalterlichen Ungarn * Stände und Staat in Ungarn in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts * Die Wiener Regierung des Königs Matthias Corvinus * Historische Skizze Ungarns in der Jagiellonenzeit. (Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 1)
14,8 x 20,5 cm, kartoniert, 376 Seiten + 6 s/w Abb. ISBN 3-933337-02-X; 39,50 Euro
István Vásáry Geschichte des frühen Innerasiens
Dieses Buch führt den Leser in die Welt Innerasiens vor der mongolischen Eroberung im 13. Jahrhundert. Nach einer theoretischen Einführung kommt zuerst die früheste, dem Köktürkischen Reich vorangehende Geschichte Innerasiens zur Sprache. Die Geschichte der Skythen, Hsinug-nu und Hunnen u. a. werden in diesen Kapiteln vorgestellt. Es folgt die köktürkische Epoche vom 6. bis zum 9. Jahrhundert. Das Buch verfolgt anschließend die Geschichte der ersten muslimisch-türkischen Völker und Staaten (10.-12. Jh.). Es schließt mit der Geschichte des osteuropäischen Steppengebietes, d. h. des westlichen Ausläufers von Innerasien. Diese Kapitel behandeln u. a. die frühmittelalterliche Geschichte der Awaren, Chazaren, Ungarn und Petschenegen.
Die Monographie István Vásárys spricht sowohl den Fachwissenschaftler als auch ein größeres, historisch interessiertes Lesepublikum an, das sich in die faszinierende Welt der innerasiatischen Geschichte entführen lassen möchte. Ein Verzeichnis der Personen- und Dynastienamen, der geographischen Namen und der Volks- und Stammesnamen erleichtert die Orientierung in diesem Buch. (Studia Turcica, Bd. 1) 14,8 x 21,0 cm, kartoniert, 218 Seiten ISBN 3-933337-06-2; 19,50 Euro
Ferenc Makk Ungarische Außenpolitik (896-1196)
Dieses Buch überblickt die Außenbeziehungen von drei Jahrhunderten in der ungarischen Geschichte zwischen 896 und 1196. Die heidnischen und nomadisierenden Ungarn nahmen in der Zeit zwischen 895 und 900 das Karpatenbecken in Besitz. Zur Zeit der ersten Jahrtausendwende begann das ungarische Volk das moderne westeuropäische Staatsmodell für sich selbst zur Geltung zu bringen. Infolge der fast zwei Jahrhunderte dauernden Kraftanstrengungen reihte sich das Königreich Ungarn erfolgreich in das lateinische Westeuropa ein. In internationaler Hinsicht entwickelte sich Ungarn zu dieser Zeit zur führender Macht Mitteleuropas. Im Buch wird große Aufmerksamkeit darauf verwendet, die entstandenen Beziehungen der Ungarn mit den Nachbarvölkern und -Staaten darzustellen. Innerhalb deren nimmt das Beziehungssystem zum Deutschen Reich einen herausragenden Platz ein, da auf die Außenpolitik der drei Jahrhunderte ungarischen Geschichte die Entwicklung der ungarisch-deutschen Beziehung einen bedeutenden Einfluß ausübte. (Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 3)
ISBN 3-933337-14-3 14,5 x 20,5 cm, kartoniert, 147 Seiten 14,50 Euro
András Kubinyi Matthias Corvinus. Die Regierung eines Königreichs in Ostmitteleuropa. 1458-1490
Die Studien in diesem Band behandeln die Verwaltung, Regierung und Herrschaft des ungarischen Renaissance-Königs, Matthias Corvinus. Das Buch enthält außer Übersetzungen von Studien, die bis jetzt nur in ungarischer Sprache veröffentlicht wurden, auch eine neue, bis jetzt unveröffentlichte Studie. Ein Namen- und Ortsnamenverzeichnis erleichtert die Orientierung in diesem Band. Inhalt: Die Staatsorganisation der Matthiaszeit * König Matthias und das provinzielle Ungarn * Die Komitatsgespanschaften im Jahr 1490 und das Problem der Thronfolge von János Corvin * König Matthias und die ungarischen Bischöfe * Probleme bei der Mobilisierung und Logistik unter Matthias * Kriegslasten der Städte unter Matthias Corvinus * Die südlichen Grenzfestigungen Ungarns am Ende des Mittelalters * Die Wiener Regierung des Königs Matthias Corvinus * Königtum, Stände und Regierungen am Ende des Mittelalters in Ungarn. (Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 2)
14,8 x 23,5 cm, kartoniert, 248 Seiten, 1 s/w Abb. ISBN 3-933337-13-5 22,50 Euro
Gyula Kristó Die Geburt der ungarischen Nation
Dieses Buch strebt nachzuweisen, dass die ungarische Nation bzw. ihre doppelte Auffassung schon im 13. Jahrhundert entstanden war. Diese ungarische Nation wäre im 13. Jahrhundert ohne diejenigen europäischen Erkenntnisse nicht geboren worden, die seit dem 12. Jahrhundert mit den Kreuzzügen, Pilgerfahrten, Universitäten verbunden waren, und die den Menschen das Bewußtsein ihrer Selbstidentität und Andersartigkeit bewußt machen ließen, die gewisse, mit ihnen verbundene Gefühle herausbildeten bzw. verstärkten. Die Nation benutzte einerseits uralte Bewußtseins- und Gefühlserscheinungen und deutete sie um, anderseits stellte sie aber diese in neue Dimensionen. Zur Geburt der ungarischen Nation brachten die literarischen Werke derjenigen einen entscheidenden Anstoß, die am Ende des 12. Jahrhunderts in Frankreich ihre Studien absolvierten. Gyula Kristó lehrt seit 1962 an der Universität von Szeged und ist seit 1978 Universitätsprofessor. Seine Forschungsgebiete sind mittelalterliche ungarische Geschichte, historische Hilfswissenschaften. Er publizierte 75 Bücher und etwa 500 Studien. (Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 4)
ISBN 3-933337-17-8 14,5 x 20,0 cm, kartoniert, 200 Seiten 17,50 Euro
Vera Bücker Durch die Nazifizierung der Rektoratschule zur Deutschen Oberschule. Kontinuität und Wandel der kommunalen Entwicklung in Weimarer Republik und Drittem Reich am Beispiel des Höheren Schulwesens in Marl
Die Studie verschränkt am Beispiel der aufstrebenden, am nördlichen Rand des Ruhrgebietes gelegenen Industriegemeinde Marl Bildungs- und Kommunalgeschichte mit Aspekten der NS-Forschung und der Alltagsgeschichte. Dabei fragt die Arbeit auch nach Kontinuitäten und Diskontinuitäten für den gesamten Untersuchungszeitruam von 1912 bis 1948 sowie nach Modernisierungselementen des NS. Als Hauptergebnis stellt die Verfasserin heraus, daß Kontinuität auf der übergeordneten Ebene der kommunalen Politik bestand, eine höhere Schule zu erhalten. Diskontinuität dagegen im nachgeordneten Mittel, die Schule dafür zu nazifizieren. Diskontinuität fand sich teilweise im Lehrkörper und vor allem in den Unterrichtsinhalten. Die Fallstudie läßt Mechanismen erkennen, wie Kontinuitäten, selbst wo sie von Affinitäten zum NS frei waren, die Nazifizierung eines Teilbereiches der Gesellschaft nicht nur behinderten, sondern sogar eher fördern konnten. (Studien zur Geschichte des Ruhrgebiets, Bd. 1)
14,8 x 20,5 cm, kartoniert, 268 Seiten ISBN 3-933337-00-3 29,50 Euro
Gabriel Adrianyi
Die Ostpolitik des Vatikans 1958-1978 gegenüber Ungarn Der Fall Kardinal Mindszenty
Während die Haltung Pius XII. gegenüber dem kommunistischen Osten dezidiert kritisch und gegenüber der katholischen Kirche Ungarns außerordentlich freundlich war, begann Johannes XXIII. 1958 eine neue Ostpolitik, die sowohl zum Dialog mit den Machthabern, wie auch zu Konzessionen ihnen gegenüber bereit war. Diese Politik wurde auch von seinem Nachfolger, Paul VI. (1963-1978), mit Hilfe des Erzbischofs Agostino Casaroli fortgesetzt. Meilensteine der neuen Entwicklung waren das Teilabkommen von 1964 mit Ungarn ; in dem der Hl. Stuhl den außerordentlich nachteiligen status quo der Kirche hinnahm ; dann die für die Kirche kaum tragbaren Bischofsernennungen zwischen 1964 und 1978, ferner die Exilierung des Kardinals Mindszenty 1971, schließlich seine Amtsenthebung 1974. Anhand von Dokumenten aus den Archiven des ungarischen Staatssicherheitsdienstes, des Zentralkomitées der ungarischen kommunistischen Partei und dem Privatarchiv des Verfassers wird die Ostpolitik des Vatikans von 1963 bis 1978 wie folgt beschrieben: - Die vatikanische Ostpolitik schob die Kirchentreuen beisseite und verhandelte ausschließlich mit den Regierungsbeauftragten und den in die Kirche eingeschleusten Agenten des Staatssicherheitsdienstes, - Sie nahm bewußt in Kauf, um die Hierarchie aufrechtzuerhalten, moralisch und politisch kompromittierte Priester zu Bischöfen zu ernennen, - Sie duldete stillschweigend die zersetzende Aktivität der Friedenspriester und prostestierte nie offen gegen die massiven Kirchenverfolgungen, - Der Vatikan schob als ein Hindernis seiner Ostpolitik Kardinal Mindszenty beiseite und garantierte der ungarischen Regierung ohne Wissen des Kardinals, dass dieser ohne Rehabilitierung Ungarn für immer verlassen, sich in die heimatlichen kirchlichen Angelegenheiten nicht einmischen, und keine für die ungarische Regierung nachteiligen Erklärungen abgeben werde. Außerdem werde er innerhalb von zwei Jahren von seinem Amt zurücktreten, oder aber er werde vom Papst demissioniert. Außerdem sorge der Hl. Stuhl dafür, dass seine Anwesenheit in einem Kloster abgeschirmt werde. Aufgrund dieser Tatsachen kann die paulsche Ostpolitik im Hinblick auf Ungarn nur negativ bewertet werden. (Studien zur Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas, Bd. 3)
ISBN 3-933337-29-1 14,0x20,0 cm, kartoniert, 186 Seiten, 28 s/w Abb. 19,50 Euro
Edda Baußmann S. Foy de Longueville - Untersuchung zum Adversarienbuch eines clucianischen Priorats in der Normandie
Das clucianische Priorat S. Foy de Longueville war nicht nur das größte Priorat in der Normandie, sondern auch das bedeutungsvollste seiner Region. Im Jahre 1093 von einem dort ansässigen Adelsgeschlecht gegründet, wurde S. Foy de Longueville neben Cluny als Mutterhaus auch dem Priorat La Charité-sur-Loire direkt unterstellt. Die Bedeutung Longuevilles erschließt sich nicht zuletzt durch seine besondere geographische Lage. Zwischen Rouen und Dieppe gelegen, war Longueville durch unmittelbare Küstennähe gekennzeichnet. Das den Wohltätern von Longueville gewidmete spätmittelalterliche Anniversarienbuch zeigt das Verständnis der Mönche gegenüber den unterstützenden Familien. Entsprechend läßt die Analyse dieses Buches ein dichtes Familiennetz innerhalb der Gemeinschaft der Wohltäter erkennen, so wie es bisher kaum bekannt war. Orts- und Personenregister machen dieses Buch mit 11 s/w Abbildungen zugleich zu einem hilfreichen Nachschlagewerk. (Studien zur Geschichte des Mittelalters, Bd. 1)
14,8 x 23,5 cm, kartoniert, 302 Seiten, 11 s/w Abb. ISBN 3-933337-04-6 32,00 Euro
Susanne Spahn Die Außenpolitik Rußlands gegenüber der Ukraine und Weißrußland von 1991 bis 1998
Die Unabhängigkeit der Ukraine und Weißrußlands bedeutet eine doppelte Herausforderung für Rußland: Sie verkörpert nicht nur den Verlust des Sowjetimperiums, sondern konfrontiert auch mit dem Nationalismus der beiden ostslawischen Völker, deren Geschichte die sowjetische Historiographie auf die Wiedervereinigung" mit den Russen reduziert hatte. Das heutige Verhältnis Rußlands zu seinen slawischen Nachbarn ist ein besonderes, das weder "gewöhnlichen" zwischenstaatlichen noch den alten Zentrums-Peripherie-Beziehungen entspricht. Die Zersplitterung der politischen Führung und die oft unerwarteten außenpolitischen Entscheidungen machen deutlich, daß Rußland im Zeitraum von 1991 bis 1998 seine Position noch nicht eindeutig festgelegt hat - als Nationalstaat, als regionale Hegemonialmacht oder als Kern eines wiederzuerrichtenden Imperiums. Die Autorin hat an der Universität zu Köln Osteuropäische Geschichte, Slawistik und Politikwissenschaft studiert und war für verschiedene Zeitungen u. a. Moskovskie Novosti und Süddeutsche Zeitung in Rußland tätig. (Studien zur Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas, Bd. 1)
14,8 x 20,5 cm, kartoniert, 266 Seiten ISBN 3-933337-16-X 29,50 Euro
Msgr. Tibor Mészáros Doch die Seinen nahmen ihn nicht auf. Der Sekretär Kardinal Mindszentys erinnert sich
Tibor Mészáros wurde am 12. August 1919 in FelsÅpaty/Ungarn geboren, einem Dörfchen in West-Transdanubien. Nach der Elementarschule wird der junge Tibor 1929 am Benediktiner-Gymnasium der Kleinstadt KÅszeg an der österreichischen Grenze immatrikuliert. Seit 1933 befindet er sich schon im sog. Kleinseminarium der Diözese in Veszprém. Hier legt er sein Abitur 1937 mit ausgezeichnetem Ergebnis ab. Der Vorstand des Seminars schickt den begabten Seminaristen noch im gleichen Jahr nach Innsbruck, damit er dort seine theologischen Studien beginne. Auf Grund des Beschlusses der Behörden des Dritten Reiches darf das Institut nach dem Anschluß im Jahre 1938 seine Tätigkeit nicht mehr fortsetzen, deshalb verlegen die Jesuiten die theologische Fakultät nach Sitten in der Schweiz. Tibor Mészáros setzt hier seine Studien fort. Er wird am 27. Juni 1943 von Bischof Victor Bieler in der Kathedrale von Sitten zum Priester geweiht. Er wird anschließend in seine Heimatdiözese ordiniert. Er bekommt im Gewerbegebiet FüzfÅ am Balaton eine Kaplanstelle. Kurz nach der deutschen Besetzung Ungarns im Frühjahr 1944, ernennt ihn Bischof József Mindszenty zu seinem Sekretär. Als im November 1944 die sog. Pfeilkreuzler Bischof Mindszenty verhafteten, wurden mit ihm auch Tibor Mészáros verschleppt. Pater Mészáros wurde an Ostern 1945 befreit. József Mindszenty wurde im Herbst 1945 von Papst Pius XII. zum Erzbischof von Esztergom ernannt. Tibor Mészáros blieb aber in Veszprém und wird Sekretär des neuen Oberhirten Dr. László Bánáss. Am 27. April 1948 wird er verhaftet und nach Budapest in die berüchtigte militärpolitische Abteilung überführt. Im Juni 1948 wurde er den sowjetischen Behörden übergeben. Er wird im Dezember 1948 zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Im Juni 1949 wird er nach Sibirien deportiert. Er kehrt erst im September 1955 nach Ungarn zurück. Während der Ereignisse der ungarischen Revolution 1956 rechnet er damit, daß er erneut verhaftet wird, deshalb flieht er nach Österreich, dann läßt er sich in der Schweiz nieder. Nachdem es den Kommunisten 1972 mit Hilfe des Vatikans gelungen ist, Kardinal Mindszenty aus dem Gebäude der amerikanischen Botschaft in den Westen zu verbannen, sucht ihn Tibor Mészáros im Wiener Pazmaneum auf. Der Kardinal bittet ihn wieder darum, daß er als Sekretär bei ihm arbeiten soll. Von dieser Zeit an wird er bis zum Tod des Kardinals im Mai 1975 sein engster Mitarbeiter und persönlicher Sekretär. Nach dem Tod des Kardinals beteiligt er sich massgeblich am Bau einer Gedächtniskirche in Veszprém, und stiftet in seiner Heimatgemeinde zwei Glocken für die Dorfkirche. 1986 wird er schwerkrank. Er erholt sich, aber seine Gesundheit bleibt labil. Im Frühjahr 1996 muss er wegen erneuter Erkrankung seine öffentliche seelsorgerliche Arbeit ganz niederlegen.
ISBN 3-933337-28-3 14,8 x 20,5 cm, kartoniert, 258 Seiten +32 s/w Abb. 24,90 Euro
Gabriel Adriányi
Kleine Kirchengeschichte Ungarns
Die vorliegende „Kleine Kirchengeschichte Ungarns“ vermittelt eine kurze, jedoch komprimierte und informative Darstellung des Christentums in Ungarn seit den Anfängen bis zur Gegenwart. Der Verfasser begleitet den Weg der Ungarn aus der Urheimat über ihre Wanderungsstationen bis zum Karpatenbecken, weist auf ihre Begegnung mit dem Christentum vor und nach der Landnahme hin, setzt sich mit der Gründung des christlichen States und ihrem Ausbau unter Stephan dem Heiligen und seiner Nachfolger auseinander, analysiert die kirchlichen Verhältnisse in den ersten Jahrhunderten der Arpadenkönige (1001-1301), in der Zeit der Wahlkönige (1301-1526), im Zeitalter der Habsburger (1526-1918), in der Zwischenkriegszeit (1918-1945), zur Zeit der kommunistischen Diktatur (1945-1989) sowie in der Zeit der wiedererlangten staatlichen und religiösen Freiheit (seit 1989). Der Verfasser weist überall auf die Eigenheiten der ungarischen Kirchengeschichte hin, so auf die Entwicklung der königlichen Oberpatronatsrechte, die speziellen ungarischen „loca credibilia“ (Notariate) der Kirche, die eigenständige Entwicklung des ungarischen Ordenswesens, die Rolle der Kirche bei der Identität und Kultur der Nation, den eigentümlichen Ablauf der Reformation in Ungarn, inklusive Siebenbürgen, die schwere Zeit der Türkenkriege und der osmanischen Besetzung Mittelungarns 150 Jahre hindurch. Es wird aber auch auf die Regeneration des Christentums im Zeitalter des Barock und nach dem Abflauen des Liberalismus im 20. Jahrhundert hingewiesen. Die Kirchenverfolgung des kommunistischen Systems wird eigens behandelt, der schwierige Neubeginn nach der politischen Wende 1989 geschildert. Die Darstellung berücksichtigt auch die protestantischen Kirchen und die Juden in Ungarn.
Die Arbeit schliesst mit einer Statistik der gegenwärtigen Lage der Kirche und einem Verzeichnis der Veröffentlichungen des Verfassers, aus dem der Leser weitere Anregungen zur Lektüre erhält.
(Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 5)
ISBN 3-933337-30-5 14,0 x 20,0 cm, kartoniert, 135 Seiten 16,50 Euro
BLICKE AUF DAS MITTELALTER Aspekte von Lebenswelt, Herrschaft, Religion und Rezeption Festschrift Hanna Vollrath zum 65ten Geburtstag Herausgegeben von Bodo Gundelach und Ralf Molkenthin
Diese Festschrift für Prof. Dr. Hanna Vollrath ist aus dem Kreis ihrer Bochumer Schüler und Schülerinnen hervorgegangen und vereinigt Beiträge, die zeitlich von der Völkerwanderungszeit bis in die Neuzeit reichen. Sie behandeln ein breites Spektrum, das Aspekte wie Kirchenschändungen, Herrschaftsideologie und –ikonographie, Ethnogenese, weibliche Religiosität, Essgewohnheiten, Hexenverfolgungen sowie Verkehrtechnik umfasst.
Inhalt: Anke Gondek: Über die Vererbbarkeit des Interesses an mittelalterlicher Geschichte Miriam Czock: Wo gesündigt wird, kann der Sieg nicht gewonnen werden – Plünderungen von Kirchen im Krieg in den Werken Gregors von Tours (538-594) Dirk Jäckel: Der Herrscher als Löwe: Über die Lebensdauer und Veränderung eines Symbols in Altertum und Mittelalter Ralf Molkenthin: Salz aus Soest. Überlegungen zur historiographischen Überlieferung der Soester Saline – oder: Die Suche nach dem Etwas im Nichts. Ein Diskussionsbeitrag. Tibor Schäfer: Hunnen, Alanen und Bretonen. Zur Ethnogenese Westfrankreichs im frühen Mittelalter. Sabine Geldsetzer: Zwischen Fakten und Fiktion: Die Geschichte einer Nonne Bodo Gundelach: Thomas Becket in Ostfriesland Stephanie Caspari: Eleonore von Aquitanien und Fontevraud. Ein Beispiel weiblicher Religiosität im 12. Jahrhundert Angelika Wulff: Verschweigen und Nennen. Wie Hildegard von Bingen Namen einsetzt. Andreas Korthals: Essen im Mittelalter Iris Kwiatkowski: Das Lehnswesen im späten Mittelalter – Stand und Perspektiven der Forschung Julia Eulenstein und Ditte Gurack: Rechtliche Aspekte der frühneuzeitlichen Hexenverfolgungen am Beispiel des Hochstifts Bamberg und der freien Reichsstadt Köln Hardy Priester und Ralf Molkenthin: Schiffe auf der Ruhr
Studien zur Geschichte ds Mittelalters, Bd. 2
14,8x20,5 cm, kartoniert, 237 Seiten, 25,00 Euro ISBN 3-933337-34-8
Ignác Romsics
Der Friedensvertrag von Trianon
Ignác Romsics behandelt in seiner Arbeit eine der umstrittensten Fragen in der modernen ungarischen Geschichte: Den Friedensvertrag von Trianon. Er stellt die nationalen Gegensätze innerhalb der Völker der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, die Kriegsziele des Ersten Weltkrieges, die Versuche der ungarischen Revolutionen von 1918-1919, die Krise zu meistern, die Standpunkte und die Entscheidungen der Friedenskonferenz, die Gegenargumente und Verhandlungen der von Albert Apponyi geführten ungarischen Delegation und schließlich den Friedensvertrag und seine Durchführung dar. Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 6
ISBN 3-933337-36-4 Kartoniert, 224 Seiten, 24 s/w Abb., 19,50 Euro
Gyula Kristó
Geschichte des frühen Siebenbürgens (895-1324)
Dieses Buch bietet aufgrund des praktisch vollständigen Quellenmaterials, der sprachwissenschaftlichen Erkenntnisse und der zur Verfügung stehenden archäologischen Daten ein zusammenfassendes Bild von den ersten 430 der Geschichte Siebenbürgens. 895 ist der Zeitpunkt der ungarischen Landnahme, der für die Zukunft Siebenbürgens auf jeden Fall ein Epochen machendes Ereignis war, auch wenn sie in der damaligen Gegenwart keine entscheidende Veränderung mit sich brachte. Auch das Schlussdatum (1324) weist auf zwei wichtige Ereignisse hin, die einerseits die Macht des Woiwoden betrafen, andererseits die siebenbürgische Adelsgesellschaft. Schließlich dürfen wir eins nicht vergessen: Obwohl die Arpadenzeit 2301 mit dem Tod des Königs Andreas III. endete, trat die letzte arpadenzeitliche Generation etwa um 1325 von der historischen Bühne ab. Man könnte auch sagen: Das Buch endet dort, wo auch im Leben der Siebenbürger der Arpadenzeit ein Schlusspunkt gesetzt wurde. (Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 7)
14,5x 20,8 cm, kartoniert, 284 Seiten, 10 Karten 25,00 Euro ISBN 3-933337-37-2
Ignác Romsics
Es war einmal... Ungarns Aufbruch zur Demokratie
Ignác Romsics nähert sich mit der Präzision und der kritischen Distanz des Wissenschaftlers an den entscheidenden Prozess der jüngeren ungarischen Zeitgeschichte an, den Systemwandel. Der ausgezeichnete Historiker zeigt uns sowohl die Vorgeschichte als auch die wichtigsten Ursachen dieses Phänomens auf. Er behandelt den Zustand der Wirtschaft, das allgemeine Befinden der Gesellschaft und die internationalen Zusammenhänge. Als zwei Seiten eines Prozesses stellt er den Zerfall der Staatspartei und das Erstarken, die Parteiwerdung der Opposition dar. Unter den wichtigsten Stationen des Übergangs erscheinen die ersten großen Demonstrationen und die Umwertung der Ereignisse von 1956. Im weiteren Verlauf seiner Arbeit stellt der Autor fest, dass sich die Ereignisse des ersten Jahres der Demokratie, 1990, mit schicksalhaften Wahlen, neuen Demonstrationen und Affären in ihrer Tendenz bis heute fortsetzten. Die Probleme, die mit der Privatisierung einhergehen, und die Vertiefung der wirtschaftlichen und sozialen Krisen signalisieren, dass der politische Transitionsprozess zwar abgeschlossen werden konnte, aber die Transformation der gesellschaftlichen Strukturen noch eine längere Zeit in Anspruch nehmen wird. Die im Buch geschilderten Ereignisse werden mit Fotos des ausgezeichneten Pressefotographen, Imre Prohászka, illustriert.
(Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 8) 13x20 cm, kartoniert, 372 Seiten 36 s/w Fotos und Abbildungen 29,50 Euro ISBN 3-933337-38-0
Janusz Tazbir
Polen an den Wendepunkten der Geschichte
Dieser Essayband des bekannten polnischen Historikers überblickt vier Jahrhunderte polnische Geschichte. Aus dem Inhalt: Die Union von Lublin aus heutiger Sicht; Genese und Folgen der freien Königswahlen; Die Magna Charta der polnischen Toleranz; Sigismund III. Wasa; Die Union der allzu großen Hoffnungen; Aristokratie auf Polnisch; Der Untergang des Staates und die Pracht der Kirche; Die Wurzeln des Antiklerikalismus; Die Sarmaten und der Alkohol; Die Polen und ihre Obrigkeit; „Kein König stand auf dem Schafott“; Der Große oder nur der Vierjährige Sejm?; Das sarmatische Vichy; Endgültige Teilung, jedoch nicht die Letzte; Mit der Feder oder mit dem Säbel?; Kosciuszko in der Legende der Jahrhunderte; Die Bibel des Stalinismus; Der Klassenfeind als Teufel; Das Herz auf der westlichen Seite; Die Bilanz unseres Jahrhunderts.
(Studien zur Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas, Bd. 2) 2. Auflage 13x20,5 cm, 380 Seiten, 34,50 Euro ISBN 3-933337-22-4
István Zimonyi
Muslimische Quellen über die Ungarn vor der Landnahme Das ungarische Kapitel der Ğaihānī-Tradition
Von den muslimischen Quellen ist die Ğaihānī-Tradition diejenige, die den ausführlichen Bericht über die Ungarn vor der Landnahme aufbewahrte; al- Ğaihānī’s geographisches Werk ist aber verloren gegangen, und wir kennen es nur aus den Werken arabischer (Ibn Rusta, al-Bakrī, al-Marwazī und Abū-l-Fidā’), persischer (Hudūd al-cālam, Gardīzī) und türkischer Kopisten. Bei der Rekonstruktion des Textes wurden al-Marwazī, Ibn Rusta und Gardīzī zur Grundlage gelegt, zu denen die Umformulierungen al-Bakrī’s und des Hudūd al-cālam nützliche Ergänzungen darstellen. Anhand von Textvergleichen wurde der Originaltext rekonstruiert. Der Grundtext hatte eine kürzere Variante, die ergänzt wurde, und so entstand die längere Redaktion. Die Grundredaktion wurde noch mindestens zweimal überarbeitet und dabei neue Ergänzungen in den Text eingefügt. Den größten Teil der vorliegenden Untersuchung machen die dem Text beigefügten philologischen und historischen Kommentare aus, bei denen die Ergebnisse von drei Fachgebieten integriert wurden: 1. die muslimische Zivilisation, 2. die Zivilisation der Nomaden der eurasischen Steppenzone, 3. die Forschungsergebnisse der frühungarischen Geschichte.
(Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 9)
ISBN 3-933337-39-9 17x24 cm, kartoniert, 350 Seiten, 11 Karten, 32 Abbildungen 44,50 Euro
Róbert Hermann
Reform – Revolution – Emigration Leben und Werk des ungarischen Staatsmannes Lajos Kossuth
Dieses Buch ist nicht nur eine Biographie des bedeutendsten Staatsmannes Ungarns im 19. Jahrhundert sondern zugleich ein Porträt des Jahrhunderts, das er mit seiner Lebenszeit (1802-1894) fast vollständig ausfüllte. Kossuth wurde schon zu Lebzeiten von Mythen und Legenden umrahmt. In dem Reformzeitalter, während des Freiheitskampfes, in der Zeit der Willkürherrschaft und des Dualismus entstanden mehrere hundert Gedichte über ihn. Es gibt keinen anderen ungarischen Politiker, mit dem das ungarische Volk so innig verbunden wäre. Diese Biographie setzt sich zum Ziel, anhand der neuesten Forschungen das Leben und die Zeit des bestimmenden ungarischen Politikers im 19. Jahrhundert darzustellen. Der Verfasser will seinen Helden nicht deheroisieren, sondern den großen Staatsmann in Menschennähe bringen. Seine Verdienste werden anerkannt, aber auch seine Fehler als Politiker und seine menschlichen Schwächen finden Erwähnung. Kossuth war kein Säulenheiliger, keine Statue, sondern ein fühlender und tatkräftiger Mann, mit seinen Fehlern und Tugenden. (Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 10)
216 Seiten, 36 s/w Abbildungen, 17x24cm, kartoniert: 32,50 Euro ISBN 978-3-933337-40-5
Festeinband: 39,50 Euro
ISBN 978-3-933337-41-2
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