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Josef Hidasi  
Der weite Weg zum Überleben
Geschichte einer Stadt, einer Familie und eines Überlebenden  

Seine Geschichte ist auch unser aller Geschichte. Eine Geschichte des 20. Jahrhunderts. Man wird vertrieben aus seinem vertrauten Milieu und kommt in ein fremdes, oder als Fremder in das ehemals Vertraute zurück. Der Autor meint: "In dieser Welt ist der Mensch stets nur ein Besucher, und wenn er wieder seinen Geburtsort besucht, wo man bereits ohne seine Vergangenheit lebt, fühlt er, als wär' er vom Jenseits zurück". Er kehrte auch nach fünfzig Jahren wieder in seine ursprüngliche Heimat zurück, wie es auch unzählige seiner Schicksalsgenossen taten. Seine noch dort lebenden Bekannten empfangen ihn freundlicher als noch im Jahre 1945; man merkte, dass er nicht nur zurückkam, sondern brachte auch die Kultur der Vergangenheit zurück. Es tat ihm besonders gut, dass man sich seiner noch erin­nerte, aber er nahm zugleich wahr, dass das heutige, einst so ge­liebte Losoncz, nicht mehr seine Heimat, sondern nur noch sein Geburtsort ist. Er wanderte zwischen den Kulissen seiner Kindheit und man verstand ihn oft schwer, obwohl er viel zu erzählen wuss­te, denn er sprach die «neue Sprache» seiner neuen Heimat. Der Mittelpunkt der Welt ist jedoch immer dort, wo man geboren ist. Hidasi gehört zu Losoncz. Doch er ging im Jahre 1957 in die Welt hinaus, bis nach Buenos-Aires, dreht sich aber um und kehrt wie­der nach Europa zurück, findet schließlich 1965 eine endgültige Bleibe in Deutschland und er ist wieder näher zu Losoncz. Er sammelt viele Erinnerungsstücke von der gnadenlosen Vergangenheit und fügt sie zusammen. Wenn er eines Tages nicht mehr da sein kann, soll es wenigstens das Buch sein, das ihn mit der neuen Welt verbindet. Er lehrt uns: Jeder kann einmal Teil der Geschichte werden. Der 14-jährige Überlebende einer ungarischjüdischen Familie aus Losoncz berichtet aus seiner Kindheit aus einer Zeit voller Illusionen und Erwartungen, die in eine brutale Gewaltherrschaft endete.  
13x20 cm, Englisch-Broschur

422 Seiten, 38 s/w Abbildungen
ISBN 978-3-933337-66-5
29,50 Euro

Peter Handi
Schlüsselloch nach Süden
Australien im neuen Jahrtausend  
In diesem Essayband wird mit viel Humor das Alltagsleben in Australien aus der Sicht eines europäischen Einwanderers geschildert. Der Leser gewinnt außerdem auch einen Einblick in die Geschichte und Kultur des Landes, wobei auch die "hässliche" Vergangenheit, die Behandlung der Ureinwohner, nicht ausgespart wird. Aber auch die Schönheit und Vielfältigkeit der Natur dieses riesigen Landes wird eindrucksvoll geschildert.  
Peter Handi verließ mit 19, im Jahr 1956, Ungarn und lebt seitdem in Australien. Er war neben seinem Beruf, mit dem er seinen Lebensunterhalt verdiente, Redakteur, Journalist und Mitarbeiter ungarischsprachiger Zeitungen. Bis jetzt sind sechs Bücher von ihm veröffentlicht worden. 2005 war er Stipendiant des "Australia Council". Er gehört zu den wenigen Schriftstellern, die überall in der Welt, gleich wo sie sich niederlassen, in der im Inneren aufbewahrten und deshalb auch fundierten Sprache schreiben.
ISBN 978-3-933337-20-7
12 x 20 cm, 144 Seiten, Englisch Broschur
14,50 Euro

Eva-Marie Ratsgud

Wer hätte das gedacht
Ein autobiographischer Roman

Melanie und Paul leben ausgeglichen mit ihren Kindern in Erfurt. Doch dann entstehen Zeiten der Unruhe und revolutionären Gedanken im Land. Die politischen und wirtschaftlichen Missstände, die sie zuvor verdrängt haben, stehen nun ganz klar vor ihren Augen. Sie stellen die Ausreise und werden von ihrer Familie verstoßen. Flüchten nach Gießen und ordnen ihr Leben neu. Schleichend legen sie das Fundament einer Mauer zwischen sich, die keine Spalte für Hoffnung hat. Melanies Ehe ist tot

Eva-Marie Ratsgud, 1951 in Thüringen geboren, wohnt heute in Bayern. Diesen Roman schreibt sie zur Aufarbeitung einer Epoche aus ihrem Leben. Sie hat bereits in verschiedenen Anthologien Kurzgeschichten veröffentlicht.

ISBN 978-3-933337-56-6
13x20cm, 196 Seiten, kartoniert, Englisch-Broschur
16,50 Euro

Horst Nägele

Lebenslanges Suchen
Zwischen Europa 1912 und immer wieder Afrika

Das Buch schildert das ungewöhnliche Leben einer Frau, die stets wusste, was sie wollte, insbesondere in den Jahren des Zweiten Weltkriegs und anschließend. 1892 in Hamburg geboren hatte sie den Ersten Weltkrieg in einer von Deutschlands (damaligen) Kolonien mitbekommen. Den Zweiten Weltkrieg erlebte sie als Refugee, die Hungerjahre und Ungereimtheiten der Nachkriegszeit hat sie hautnah erfahren.
Sie war 1912 mit der »Admiral« in die damalige Kolonie Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia) gereist, wo sie auf einer Farm am Nassob-Fluss in der Omaheke ihre ersten großen Enttäuschungen erlebte, bis sie bei Nacht und Nebel von dort endlich flüchtete, sich auf anderen Farmen versuchte und schließlich auf Omantumba Wirtschafterin wurde und den verwitweten Besitzer nach einiger Zeit heiratete.
1923 machte ein Heuschreckenschwarm der Farm ein jähes Ende. Ihr Mann fand Arbeit als Aufseher bei den Consolidated Diamond Mines in Pomona, wo er bald auch eine Verheiratetenwohnung bekam und wo das Ehepaar ein Jahr später den Store in Elisabethbucht und schließlich den in Oranjemund übernehmen konnte, dann aber im Zuge von Einschränkungen 1933 auf unbezahlten Urlaub geschickt wurde.
Zurück im Deutschen Reich zogen die beiden nach Österreich weiter und bauten sich in Igls bei Innsbruck ein Haus. Dort wurden sie beim Anschluss Österreichs an das neue Deutsche Reich, das Dritte Reich, am 12. März 1938 Zeugen der lautstarken Huldigungen in den Straßen. Beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs anderthalb Jahre später kamen sie mit ihren britischen Pässen in politische Schwierigkeiten, was sie dazu brachte, Österreich zu verlassen. Über die Schweiz, Südfrankreich und Spanien gelangten sie nach Lissabon, von wo sie durch einen Trick nach Lourenço Marques in der portugiesischen Kolonie Moçambique weiterkamen.
In den Jahren dort konnte Amanda ihren Erfindergeist entschieden zur Geltung bringen, bis 1945, nach der Kapitulation Japans die Rückreise nach Lissabon angeboten wurde.
Nach Lissabon zurückgekehrt wollte das Ehepaar schnurstrax zu seinem Haus in Tirol weiter, was sich jedoch als unmöglich erwies. Statt dessen wurde es wegen seiner britischen Pässe nach Großbritannien abgeschoben. Dort erkämpft sich die Frau die Einreiseerlaubnis in die französische Besatzungszone Österreichs.
Sie reiste, nun ohne ihren Mann, unverzüglich nach dem - wie sich herausstellte - schwer zerbombten Innsbruck und zu ihrem von den französischen Besatzern in Beschlag genommenen Haus in Igls, wo allerlei Demütigungen warteten. Es war niemals daran zu denken, dass sie über ihr Anwesen jemals wieder würde verfügen können, auch noch nicht, als die Franzosen das Haus endgültig räumten.
Zusammen mit ihrem Mann, den sie inzwischen herbeibat, reiste sie, nachdem sie sich mit einem persönlichen Brief an den Regierungschef der neuen Regierung in der Südafrikanischen Union gewandt hatte, in die ehemalige deutsche Kolonie Südwestafrika, das heutige Namibia, um dort den Lebensabend zu gestalten und all das zu verarbeiten, was das Leben gebracht hat.

164 Seiten, Englisch-Broschur, 17,50 Euro
ISBN 978-3-933337-44-3

Detlef Amende

Sei wie ein Baum - so wurzelfest und stark         

Ein intelligenter und begabter, kleiner Junge wächst in einem von klassischem Humanismus geprägten Elternhaus wohlbehütet auf. Wie prägt das politisch-diktatorische Umfeld, in dem er sich unvermittelt wiederfindet, seinen Werdegang? Diese bewegende und spannend geschriebene Geschichte erzählt authentisch von einer DDR-Vergangenheit, in der es zwischen Republikflucht oder Stasi-Haft einerseits und angepassten Mitläufern oder Nicht-Betroffenen andererseits sehr viele Menschen gab, die sich eindeutig gegen das System stellten, dadurch familiäre und berufliche Repressionen hinnehmen mussten, subtilen Erpressungen und enormen psychischem Druck ausgesetzt waren  und dennoch in ihrem zivilen Ungehorsam standhaft geblieben sind.
Der Autor, Jahrgang 1959, war seit seiner Jugend bis 1989 in der DDR einer mehr als zehnjährigen Stasi-Verfolgung ausgesetzt. Er schafft anhand seiner eigenen, wechselvollen Lebensereignisse eine Sicht auf die oftmals gefährliche Gratwanderung zwischen persönlichem Überlebenswillen und politischem Gewissen und gibt damit den Blick auf einen Alltag in Deutschland frei, von dem – gerade vergangen und immer noch nachwirkend – der jüngeren Generation kaum noch etwas bekannt ist. Detlef Amende studierte in Erfurt Physik- und Mathematikpädagogik, arbeitete bis zur Wende als Krankenträger, Kraftfahrer oder im Schichtsystem an Großrechnern. Nach 1989 war er zunächst als Sachgebietsleiter im Öffentlichen Dienst und später als Qualitätsmanager im europäischen Umfeld tätig und ist seit 2007 bei der STUVA mit physikalischen Forschungen betraut.

Englisch-Broschur, 176 Seiten
ISBN 978-3-933337-48-1
19,50 Euro

Manuela Polaszczyk

DDR- Ein schwerer Weg

DDR- Ein schwerer Weg von Manuela Polaszczyk ist ein authentischer Bericht aus dem Leben dieser Frau.
Die Frau versucht  mit ihrem Buch die öffentliche Diskussion zu diesen Themen zu verstärken. Die Autorin ist eine nicht zu verkennende authentische Stimme. Um unbedingte Wahrheit bemüht, scheut sie sich nicht vor unbequemer Selbsterkenntnis.
DDR- Ein schwerer Weg ist ein bemerkenswertes Buch einer Frau, die nichts erfunden, sondern alles auf schreckliche Weise durchlebt hat.
Milieustudien der DDR, Schwere Schicksalsschläge, fingierte Anschuldigungen, erhellen die Grausamkeit der DDR-Diktatur. Hier wird die DDR nicht mystifiziert dargestellt. Hier findet man den wahrhaftigen Blick von Zeitzeugen.
Es ist nicht nur eine spannende eindringliche Geschichte der Frau über Bespitzelung und Inhaftierung. Es lässt auch eine grundtiefe Ehrlichkeit spüren, eine Offenheit, die fast weh tut. Die Sprache, die verwendet wird, ist unkompliziert. Dies bewirkt ,dass das Moment der Authentizität, der Glaubwürdigkeit, den Leser auch auf der sprachlichen Ebene erreicht. Es ist eine gute Mischung aus Bericht und Reflexion. Das heißt, dass sie nicht nur aufzählt, was passiert ist, sondern auch, was das Geschehene bei ihr ausgelöst hat und wie sie sich fühlt, wie sie bangt und sich zwingt nicht aufzugeben.
Im Buch DDR- Ein schwerer Weg, wird die Diktatur in der DDR angeklagt. Das Werk zeigt, dass der Staat mit seinen Staatsorganen (Staatssicherheit) die Menschen willkürlich zur Staatstreue zwingen wollte. Nicht jeder lässt sich manipulieren, lässt sich zur sozialistischen Persönlichkeit (um)erziehen. Kindern war es fast unmöglich eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Menschen, die diese Ideale nicht übernahmen oder Zweifel bekamen, entwickelten sich als eigenständige Persönlichkeiten außerhalb der sozialistischen Gesellschaft, des Staates oder der Partei. Diese Persönlichkeitsveränderungen führten zu Ausreiseanträgen, die fast immer abgelehnt wurden. In jedem Fall hatte man fürchterliche seelischen wie körperliche Qualen zu erleiden.
Noch heute werden die Opfer ignoriert. Die vielen Schicksale von Menschen in der DDR, die der Anpassung widerstanden haben, sollten niemals vergessen werden. Sie gilt es endlich zu Gehör zu bringen.

Englisch-Broschur, 240 Seiten, 30 s/w Abbildungen
ISBN 978-3-933337-45-3
19,50 Euro

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